Technik

Die Gewinnung sortenreiner Rohstoffe

Das moderne Zerlegeverfahren gliedert sich grob in drei Schritte: Vorsortierung, Zerkleinerung und Trennung. Jeder dieser Schritte umfaßt in der Regel wiederum mehrere Stufen.

Die Vorsortierung erfolgt meist manuell durch geschultes Fachpersonal. Unterschiedliche Metalle und Kunststoffe müssen erkannt und richtig zugeordent werden. Es folgt eine maschinelle Vorzerkleinerung der Kabel auf Stücke von etwa 25 mm Länge.

Die vorzerkleinerten Kabel gelangen über ein Förderband in eine Schneidmühle. Mit Hilfe eines Überbandmagneten werden grobe Eisenteile aussortiert. Die je nach Siebgröße auf etwa 12 bis 14 mm zerkleinerten Kabel werden dann über ein weiteres mit Überbandmagneten ausgestattetes Förderband in eine zweite Schneidmühle befördert. Von dieser erfolgt die Verteilung bzw. Zuführung auf kleinere Mühlen. Dort wird das Kabelmaterial auf eine Größe geschnitten, bei der sich die Ummantelung von dem Metallkern trennt.

Die endgültige Trennung der nun aufgeschlossenen Fraktionen erfolgt auf einem Separiertisch und / oder durch Windsichtung. Hierbei macht man sich die unterschiedlichen spezifischen Gewichte von Kabelisolierungen und Metallen zunutze. Je nach Anlage erfolgt die Trennung naß (Schwimm-Sink-Verfahren) oder trocken (Setz- oder Rüttelverfahren). Zusätzliche Absaug-, Gebläse- oder Siebanlagen führen zu einer Trennung in Metall- und Kunststofffraktionen, die höchsten Qualitätsansprüchen gerecht werden. Stäube werden während des gesamten Zerlegeprozesses abgesaugt und Filteranlagen zugeführt.