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Altkabel zum einsatzfähigen Rohstoff
Jährlich
fallen allein in Deutschland rund 150.000 Tonnen
Altkabel an. Die Herkunftsbereiche sind ebenso
vielfältig wie ihre Erscheinungsformen. Alte
Kabel aus dem Abbruch, ausgediente Post- bzw.
Kommunikationskabel aber auch im Produktionsprozeß
ausgesonderte Neukabel und Fehlchargen sind Beispiele.
Die Zusammensetzung der verschiedenen Kabelsorten
hat sich im Laufe der Jahre immer wieder geändert.
Außer Kupfer, Aluminium, Blei und Stahl
gibt es vor allem bei Isolationsmaterial nahezu
unzählige Variationen. Sie reichen von PE-
und Gummi- Ummantelungen über verschiedene
PVC-Sorten bis hin zu vernetzten Kunststoffen.
Bedenkt man, daß heute zu zerlegende Kabel
bis 100 Jahre alt sein können, ist die ganze
Bandbreite der in den Kabeln verarbeiteten Materialien
zu ermessen. Eine sach- und umweltgerechte Zerlegung
erfordert daher ein hohes Maß an Sachkunde
und technischem Wissen.
Sach–
und Fachkunde ist bereits beim Wareneingang gefragt.
Die Kabel müssen zunächst sortiert und
klassifiziert werden. In modernen Verwertungsanlagen
werden die Kabelgruppen dann in Schneidmühlen
zerkleinert. Anschließend erfolgt die Trennung
der in den Kabeln enthaltenen Rohstoffe: Kupfer,
Aluminium, Blei und Kunststoff. Sie werden so
sortenrein aufgearbeitet, daß sie im Rahmen
der Kreislaufwirtschaft als Rohstoffe eingesetzt
werden. Einige Kabelzerlegebetriebe verfügen
über eine eigene Kunststoffverarbeitung,
in denen eine breite Produktpalette hergestellt
wird. Nicht stofflich verwertbare Kunststoffe
werden thermisch verwertet oder ordnungsgemäß
deponiert.
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